Montag, 19. Januar 2015

Bielefeld leuchtet...

...wenn 39 Frauen sich ein ganzes Wochenende lang glücklich nähen.
Völlig entrückt und überglücklich schwebte ich heute mit einem komplett übermüdeten Kopf durch den Arbeitstag. Die anNÄHerung war eine absolute Wahnsinnssache. Nähen bis zum Umfallen, dabei (oder stattdessen) reden, lachen, fachsimplen, feiern und Spaß ohne Ende.
Und bei allem und allen immer wieder diese unglaubliche Vertrautheit.


Und diese unglaubliche Hilfestellung von allen Seiten, ich hatte aufschlussreiche Passform-Aha-Erlebnisse.

Während ich mir einen echten Heiligenschein verdient habe für den unglaublichen Verzicht auf einen Besuch in Verl, wurden ganz neue Begehrlichkeiten geweckt. Stoff ist eben nicht alles. So ein Dampfbügeldingens ist (m)eine neue must-have-Begierde für kniffelige runde Nähte (und soll auch für die Glättung von Herrenhemden gut geeignet sein #Männergeburtstagsgeschenkmerken) Auch das plexiglasbetürte Präsentationsschränkchen für Bernina-Nähfüsschen kannte ich bislang noch nicht.
Unter dem Einfluss von Alkohol und Jan Delay entdeckten wir auch noch völlig unbearbeitete schwarze Tutoriallöcher. Gerade für die Dinge des täglichen (Frauen-)Lebens erhoffen wir uns in absehbarer Zukunft ein gutes e-book....(sonst brauche ich das nämlich auch nicht mehr)

Und auch im Bereich der wirklichen kniffeligen Dinge, für die man ganz besonders kreativ sein muss konnte eine große Tutoriallücke festgestellt werden. Oder hat jemand schon einmal eine Anleitung gesehen, in der beschrieben wird, wie man nachträglich eine Bügeleinlage in eine Blende reingebügelt bekommt, in der sich schon Knopflöcher befinden?

Frau Kirsche durfte indirekt auch mitfeiern
Nähtechnisch bin ich nicht ganz fertig geworden aber nähen kann ich ja auch zu Hause. Dafür habe dank wunderbarer Nähnerdhilfe die eine oder andere Hürde genommen:
Das erste reproduzierbare Paspelknopfloch meines Lebens. Hachz!

Ihr Lieben, es war mir ein unglaubliches Freudenfest mit euch dieses Wochenende zu verbringen. Vielen Dank an alle, die dabei waren und dieses Wochenende zu diesem unvergleichlichen Erlebnis werden ließen. Und ganz besonders noch einmal an die drei Orgaprofis alle Wünsche werden wahr, Mama macht Sachen und Drehumdiebolzeningenieur. Ich bin einfach nur platt und zugeflauscht!

Weitere Berichte von der anNÄHerung werden hier bei Mama macht Sachen gesammelt

Mittwoch, 7. Januar 2015

MMM 1/2015: Mein liebstes Stück 2014

Wie immer zum Jahresbeginn, steht der erste MMM unter dem Motto "Mein liebstes Stück des letzten Jahres". Das kann, aber muss nicht zwangsläufig das meistgetragene Teil oder die größte technische Herausforderung eines Nähjahres sein.
Mein Liebling 2014 ist für mich z.B. aus verschiedenen anderen Gründen ganz eindeutig: Ein Nähprojekt mit nähnerdiger Geschichte und ein erstaunlich bequemes Kleid aus Webstoff, welches vielseitiger nicht sein könnte. Tadaa:

Mein Ozelotkleid liebe ich heiss und innig. Ich habe ich es hier und auch hier auf dem MMM-Blog bereits vorgestellt und erzählt, wie ich zu dem herrlichen Ozelotstoff kam. Der Schnitt ist McCalls 6503.

Der Stoff ist nicht nur von allerfeinster Qualität, er hat auch ein ganz wunderbares Muster: Ozelot, die damenhafte Variante von Animalprint.
Die Farben passen zu vielem in meiner Garderobe und das Muster ist ähnlich vielseitig einsetzbar wie mittelgroße Punkte. Ich habe das Kleid ganz normal im Alltag aber auch zu Familienfeiern und Bloggertreffen getragen. Es passt einfach für (fast) alle Gelegenheiten.

Ich habe das Kleid, nachdem ich es schon ein paar Wochen getragen hatte sogar noch einmal an der vorderen Taillennaht aufgetrennt, um die etwas üppige Stofffülle am vorderen Oberteil zu mäßigen.

Vor der Änderung zuviel des Guten- üppig weite Stoff-Oberweite
Einziger kleiner Wehrmutstropfen, der sich auch durch diese Veränderung nicht ganz beheben lassen konnte, ist das etwas aufklaffende Oberteil, wenn man sich "gemütlich" also krumm hinsetzt, aber das macht eine Dame ja auch nicht, oder Monika?

Ich bin total gespannt, was ihr heute alles so an Lieblingsstücken zeigt. Da kommen bestimmt wieder viele großartige Klamotten und spannende Geschichten zusammen. Und zwar alles wieder hier bei der von Melleni gastgegebenen Linkparty auf dem MMM-Blog.

Sonntag, 4. Januar 2015

Die Weihnachtsgeschenkdecke

Es gibt diverse Gründe, warum es dieses Jahr für mich kein Weihanchstkleid gab. Einer davon ist das diesjährige Weihnachtsgeschenk für meinen Sohn:


Eine ca. 1,75m x 2,50m große Patchworkdecke aus braunen, grauen, weißen und blauen Hemdenstoffpröbchen, die mir die liebe Patchliesel Anfang des Jahres geschenkt hatte. (Vielen lieben Dank noch einmal!)

Mit dem Nähen einer solchen Decke erst 2 Wochen vor Weihnachten in der allgemeinen Adventshektik anzufangen ist natürlich eine absolute Schnapsidee. Aber die Idee kam spontan und das Nähen für meinen Sohn (statt Weihnachtskleid für mich) fühlte sich einfach richtig an. Auch hatten die vielen geraden Nähte, das wunderbar gedankenlose Aneinanderfügen der bereits passend geschnittenenen Stoffrechtecke und das Quilten entlang der Nähte des Tops definitv etwas Kontemplatives und ich empfand die etlichen durchgenähten Nachtstunden tatsächlich als entspannend.


Nähen konnte ich ab einer bestimmten Deckengröße nur noch am großen Tisch in der Küche, was ein paar mal zu hektisch-hytsreischen "Ahhh, bleib draußen"- Schreien führte , wenn mein Sohn unerwartet nach Hause kam.

Das Top ist ganz simpel aus Rechtecken zusammengesetzt. Für die Unterseite bin ich extra zu Stoff+Stil gefahren, um braunes Baumwollleinen zu besorgen, nachdem ich zunächst auf dem Markt einen letztlich doch zu festen Baumwollstoff gekauft hatte.
Die Füllung ist wunderbar kuschelig, ich habe das 120g Volumenvlies bei aktivstoffe bestellt und würde es bei der nächsten Decke sofort wieder nehmen wollen. Denn es liess sich gut verarbeiten, liegt überbreit und vor allem scheinen mir Dicke und Leichtigkeit genau richtig zu sein für eine Mischung aus Tages- und Kuscheldecke.

Das Zusammenfügen der drei Schichten war der einzige nervige Arbeitsschritt. Zunächst habe ich die Stoffe alle noch einmal gründlichst und zeitaufwändigst (gefühlt 2 Folgen "Little Dorrit") glatt gebügelt, dann den Unterstoff möglichst stramm auf dem Boden festgeklebt und darauf die 3 Schichten mit einem leichten Nebel Textilsprühkleber zusammengeklebt. 

Über den Kleber (danke Floh!!) war ich total glücklich, ich habe beim Absteppen im Prinzip keine Falten, denn es hat sich nichts verschoben.

Über die Randausbildung, das Binding habe ich mir verhältnismäßig lange den Kopf zerbrochen. Um dann letztendlich -im Prinzip und vor allem in der Eckausbildung nach diesem Tutorial- aus dem Unterstoff einen ca 10cm breiten Streifen zu schneiden und zur Häfte zu bügeln. Dann nochmal die umgeschlagene Seite bei 2cm Breite umbügeln und die offene, breitere Seite füßchenbreit (F) auf die zuvor glatt geschnittene Kante der Deckenoberseite aufsteppen.

Dann wird der Streifen auf die Unterseite umgeschlagen und angenäht. Ich habe mir nicht zugetraut, dieses mit der Maschine richtig ordentlich hinzukriegen. Und habe deshalb die ca 8m lange Kante von Hand angenäht (eine zwar langwierige aber dank vorweihnachtlichem Fernsehprogramm auch entspannende Tätigkeit- gefühlt 8 Folgen "Little Dorrit"))

die schlumpigste Eckenfaltung hat es aufs Foto geschafft....
Mein Sohn war tatsächlich sichtlich gerührt und er liebt diese Decke..... Denn sie wärmt nicht nur, sondern begräbt auch schnell und ohne Aufwand alles, was sich auf einem 1,40m breiten Jungenbett so ansammeln kann.....

Freitag, 2. Januar 2015

Grüße zum neuen Jahr

Ich wünsche euch allen ein gesundes und friedliches 2015

Ich hatte einen ganz wunderbaren Start ins neue Jahr und die ersten Highlights stehen bereits im Januar an- so darf es gerne weitergehen.
Nähtechnisch endete das alte Jahr ganz wunderbar- ich hatte nämlich angefangen, mir ein Sylvesterkleid zu nähen und dank lieber twitter-Ermunterungsbegleitung auch rechtzeitig fertiggestellt.
Das Oberteil ist mein modifiziertes Elisalex (by hand), der Rock ein vorne und hinten je in fünf tiefe Kellerfakten gelegtes Rechteck. Da ich das mittige Elisalex-Rückenteil im Stoffbruch zugeschnitten habe, hat das Kleid einen seitlichen Reißverschluss.

Sylvester trug ich dazu eine kurze Strickjacke. Und auch mal wieder "der Gerät" (P535 Soft lace von hier)

Der Stoff gehört inhaltlich und emotional zu einem der schönsten Ereignisse des letzten Jahres, dem Besuch von Frau Sachenmacherin und Frau Wollixundstoffix bei mir in meiner sturmfreien Bude in Berlin.
Die Hitze im Juli hielt uns nicht davon ab, mit einer tollen Gruppe Berliner Bloggerinnen den Maybachufermarkt zu plündern. Viele Augen sehen mehr als zwei, was sich auch beim Bergen von Stoffschätzen wieder sehr bewahrheitet hat. Im Eifer des Gefechts landete vielen dank Frau Wollixundstoffix auch ein Stück dieses -für mich absolut untypischen- rosa-dunkelgrau geblümten kräftigen und leicht elastischen Baumwollstoffs bei mir (und bei den Frauen Wollixundstoffix und Nahtzugabe, dann war der Ballen leer!).

Es fühlte sich verdammt gut an, diesen "Gemeinschaftsstoff" zum Jahreswechsel getragen zu haben.....

Dienstag, 30. Dezember 2014

Verspätetete Weihnachtsgrüße, kein Kleid fürs WKSA-Finale, dafür aber ein bequemes Designerstück

Völlige Arbeitsüberlastung, akute Unlust, Überanstrengung und anderweitige Beschäftigung (zu meiner Entschuldigung seien hier auch diverse NFA-Geschenke erwähnt) haben bei mir dazu geführt, dass ich im Advent weder richtig gebloggt noch Weihnachtsgrüße gepostet habe.
Das sei hiermit etwas beschämt nachgeholt.
Ich hoffe, ihr hattet erholsame und friedliche Weihnachtstage!

Den WKSA habe ich dieses mal leider auch hinschmeissen müssen. Es wäre zwar noch die Nacht vom 23. auf den 24. gewesen -eine Nacht, die ich nicht zum ersten mal zum Nähen meines Weihnachtsoutfts genutzt hätte- aber ehrlich, ich habe diesmal lieber einfach geschlafen...

Trotzdem hatte ich an den Feiertagen natürlich was zum Anziehen. Und für die schlunzigen Tage zwischen den Jahren sogar ein richtiges Designerkleid, welches meinem Traum einer Feiertagsjogginghose sehr, sehr nahe kommt:
Die vielen Knitterfalten zeugen von der aktuellen Dauernutzung!
Der Grundschnitt ist das J C de Castelbajac-Kleid Modell 136 aus der Dezemberburda (burda 12/2014)
Die Bequemlichkeit dieses Kleides geht gegen unendlich, was allerdings weniger am Schnitt als am weichen Sweatshirtstoff liegt. Ob ich das Kleid aus einem Webstoff ähnlich bequem finden würde wage ich doch sehr zu bezweifeln.
Ein Stoff vom Maybachufermarkt mit zugegebenermaßen lausiger Qualität bei interessantem Muster. Zum Probenähen dieses Schnittes und zum feiertags rund-um-die-Uhr-tragen genau das richtige.
Die auffallenden Taschen des Originals habe ich bei dem Musterstoff weggelassen, mir stattdessen selbstgebastelte seitliche Eingriffstaschen aus Futterstoff gegönnt. Die Originalschnitttaschenbeutel sind nämlich eindeutig viel zu klein, um auch nur den geringsten Nähmehraufwand zu rechtfertigen.

Bessere Kleiderfotos gibt es nicht. Ihr müsst mir einfach glauben, dass man in diesem Kleid rund um die Uhr zwischen Metro-Großeinkauf und gemütlicher "Tatsächlich-Liebe"-Abendsofaunterhaltung gut gekleidet ist..... Das Kleid ist zwar ein ziemlicher Sack, aber die Linienführung des Designers (oder dessen, was Burda daraus gemacht hat) schrubst haarscharf an einer reinen homewear-Silhouette vorbei.

Und hier auch noch ein bißchen verspätete harmonische Weihnachtstsimmung, selbst die Lieblingskugel des Sohnes durfte vorne am Baum hängen, obwohl - wie der Liebste feststellte- ihr derzeitiger Platz eher hinten ganz unten gewesen wäre...

Ansonsten solltet ihr unbedingt hier bei Chrissy vorbeischauen, dort wird bald wieder das Nänerdwort des Jahres gewählt. Ich finde das so großartig, wie die Nähcommunity ihre eigenen Traditionen schafft!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

MMM 29/14 Kuschelig in Jenna

Heute trage ich in echt Baustellenrumkrauchklamotten. Aber gestern trug ich mal wieder meine Jenna-Strickjacke (mit einem Kaufrock)....

Der Schnitt Jenna von Musepatterns fiel mir als erstes so richtig auf, als Frau Schildkröte ihr Stoffwechselpaket präsentierte. Kurz darauf ging ein kurzer heftiger Jenna-Hype auf twitter um. Einen kurzen Cardigan kann ich immer brauchen. Und die Variante B mit den wunderhübsch und leicht retromäßig angekräuselten Schulterpassen einnert mich sehr an eine frühere Lieblingskaufstrickjacke, die ich genau für deses Detail sehr liebte.

Ich druckte schnell, meine Tochter klebte. Und ich konnte loslegen. Eine erste Probejacke aus einem dünneren Jersey zeigte sofort, dass der Schnitt sehr bis sehr, sehr groß ausfällt. Also habe ich für die Jenna aus diesem Lieblingsstoff eine Nummer kleiner zugenschnitten und die Nahtzgaben reichlich breiter genäht, trotzdem ist die Jacke immer noch (zu?) großzügig. Beim letzten Nähkränzchen passte sie allen anwesenden Damen mit reichlich Komfortzone. Es war übrigens das Nähkränzchen mit der pink eingefädelten Overlock:
Der Stoff ist einer der schönsten Stoffe, die ich jemals gekauft habe und ich ärgere mich immer noch, dass ich nicht mehr als den üblichen Meter genommen habe. Die rostbraune Stoffseite ist nämlich wunderbar wärmend aus feinem, leicht schimmerndem Wollstrick, während die graue Seite eine ganz tolle, feine Baumwolljerseyqualität hat. Beide Seiten sind irgendwie separat aber durch und durch miteinander verbunden. Der Stoff ist somit herrlich warm und trotzdem innen absolut angenhem und nicht kribbelnd auf der Haut. Aus diesem Stoff hätte ich mir eine ganze Wintergarderobe nähen sollen!

Und deshalb trage ich diese Strickjacke mit großer Leidenschaft, obwohl ich die Schulerpartie eigentlich die ganze Zeit nochmal auftrennen und von der eingekräuselten Mehrweite etwas wegnehmen wollte. Das obere Vorderteil fülle ich nämlich sowas von überhaupt nicht aus.

Ansonsten ist der Schnitt ganz große klasse.
Leider heute wieder nur ganz fürchterliche Winterdrinnenfotos..... Eine bedeutend bessere Bildqualität findet man auch heute wieder auf dem MMM-Blog, wo uns Meike ein Hosenprojekt zeigt.

edit am Abend: Da die Frage nach dem Jersey aufkam, zeige ich euch hier auch meine erste Jenna, die ich aus einem ziemlich dünnen, locker fallenden Jersey genäht habe. 
Diese grüne Jacke ist außerdem auch etwas größer als die braune, da ich diese zunächst in meiner spontan üblichen Größe zugeschnitten und dann versucht habe, so viel wie möglich an beiden Seiten enger zu nähen. Was man sicher gut erkennen kann ist, dass die Faltenpartie hier viel gefälliger ist. Der festere braune Jersey liess sich nicht so fein einkräuslen. Ein Problem, welches man bei der schlichten Jennavariante sicher nicht hat.



Und bei dieser Gelegenheit möchte ich auch an dieser Stelle noch einmal auf unsere diesjährige Spendenaktion  zugunsten von Nähausbildungen für Frauen in Afghanistan hinweisen. Ein wirkliches Herzensprojekt.
Es ist schon Geld für weit mehr als drei Ausbildungen zusammengekommen und wir steuern schwer auf die 4.000,-€-Marke zu. Wirklich überwältigend, was unsere Nähcommunity alles auf die Beine stellen kann.

Und auch hier ein edit: Die 4.000,-€ sind schon überschritten. Jetzt schaffen wir bestimmt auch 4 Ausbildungen komplett, also 4320,-€, ODER????

Montag, 8. Dezember 2014

WKSA 2014: Immerhin ein Probeoberteil (Teil 2,3,4)

Ich mogel mich mal von der Seite wieder in den WKSA rein und fasse die Teile 2,3 und 4 hier kurz  und schmerzlos zusammen.
Nach meinen ersten Überlegungen und den vielen hilfreichen Kommentaren habe ich beschlossen, nähend eine Entscheidung zu treffen.
Erste Versuche möchten nicht ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden, liessen mich aber den Wunsch nach einer bislang noch nicht ins Auge gefassten Schnitt-Stoff-Kombination fassen.
Kleid "Grace" aus der Burda vintage soll es sein. Und zwar bitte in klassisch Schwarz. Und ohne Rücken-V-Ausschnitt.
Gefühlt habe ich schon ewig kein richtiges schwarzes Kleid mehr genäht. Dabei liebe ich doch schwarze Kleider. Und die schwarzen Kleider haben sich in den letzten Jahren an Weihnachten immer sehr bewährt. Und Accessoires hätte ich auch. Und Schuhe....

Ich möchte mir also ganz einfach nur ein gutsitzendes, schlichtes schwarzes Kleid nähen, das auch ein kleines bißchen bequem sein darf. Haha, ist das nun ein realistischer Wunsch oder eher etwas Hehres aus der Kategorie "Ich habe doch überhaupt keine besonderen Ansprüche an einen Lebenspartner, er soll mich einfach nur glücklich machen"?

Wie dem auch sei, ein Probeteil für das Oberteil konnte auf keinen Fall schaden. Und Probestoff gibt es auch reichlich in meinem Lager. (Dieser hier wanderte aufgrund der lausigen Qualität auf den Probestoffstapel)

Auch wenn es auf den Fotos nicht zwingend so aussieht, ich bin mit dem lumpig zusammengeschusterten Teil zufrieden. Hatte nur bei dem Zwickel in der Achsel, burda nennt es Ärmelkeil, gleich einen dicken Bock eingenäht. Sieht man den Unterschied?

rot heißt "Stopp", blau ist richtig!

Es gibt erstaunlich viele Möglichkeiten, den Keil falsch einzunähen und eine Zwangsjacke zu produzieren. Und Burda ist weder mit den Nummern noch mit der Beschreibung eine wirkliche Hilfe. Will heißen, die Beschreibung macht erst dann Sinn, wenn man selber herausbekommen hat, wie der Keil richtig eingesetzt werden muss. Nämlich so:
Ich gestehe, ich mag das Einnähen dieser Keile nicht. Und bin gespannt, ob und wie diese sich aufs Tragegefühl auswirken.
Habe mittlerweile die Oberteilteile aus einem schwarzen Lagerstoff zugeschnitten und bin auf jeden Fall positiv gestimmt und optimistisch, Ein Gefühl, das schlagartig wieder schwinden kann, wenn ich mir all die fastfertigen, fertigen Weihnachtsoutfits und angefangenen Zweitkleider hier in der WKSA-Linkliste anschaue.  Pühhhh.