Mittwoch, 23. November 2016

MMM 22/2016 Als Bluse geht auch Beige

Rock-T-shirt-Komninationen sind sicher meine meist getragenen Outfits. Die sind für mich im Berufsalltag die beste Alternative für alle Situationen, in denen alle anderen Jeans mit Shirt tragen.

Aber irgendwie fehlten mir immer wieder beige Oberteile.
Leider gibt es kaum Beigeschattierungen, die mir so gut stehen, dass ich sie als Rundhals-T-Shirt nahe am Gesicht tragen möchte.

Vor einiger Zeit hatte ich im Rahmen der 12 Tops Challenge (hier meine Beiträge) versucht, mir die optimale Jersey-Hemdbluse zu nähen. Ein paar Mal war ich dicht dran. Aber die verwendeten Schnitte mussten alle noch viel angepasst werden. Da schliefen meine Ambitionen irgendwann ein.
Als ich dann demletzt ein Jerseykleid nach Knipschnitt nähte, kam mir die großartige Idee, das fast auf Anhieb passende Oberteil dieses Kleides als Jersey-Hemdbluse zu verwenden. Eine wirklich gute Idee.

Denn ich nahm an, dass Beige als nicht hoch geschlossene Bluse bei mir gehen könnte. Und so ist es tatsächlich. Tadaaa- ab jetzt kann ich Röcke mit dieser Farbe kombinieren. Gefühlt verdoppeln sich damit meine Kombinationsmöglichkeiten.


Wie immer habe ich die Knöpfe nur gefaked, da ich die Bluse auch wie ein T-Shirt problemlos über den Kopf ziehen kann.

Der Jersey war -wenn ich mich recht erinnere- mal von stoffe.de. Die Knöpfe sind von Frau Alois und geben der Bluse trotz des eher sportlichen Jerseys einen schönen leichten Retro-Touch.


Der Rock ist ein gefütterter Hollyburn. Den tollen Wollstoff habe ich zusammen mit Dodo auf dem Maybachufermarkt gekauft und man kann ihn hier bei ihr auch als Culotte sehen.
Und hier bei mir nochmal en detail:


Zur Vervollständigung hier auch nochmal der tolle Schnitt:

Bei dem deutschen Pendant aka Fashion Style ist das Kleid sogar auf dem Titel.

Auf dem MMM-Blog zeigen wir uns auch heute wieder Neues oder Bewährtes - hauptsache MeMade. Allen voran Nina Kleidermanie in einem umwerfenden WiggleDress.

Montag, 14. November 2016

WKSA 2016 Teil 1: Es geht los


Ich freue mich, dass es auch dieses Jahr wieder ein gemeinsames Weihnachtskeidnähen gibt.  Heute ist der erste Termin, bei dem wir uns gegenseitig unsere Ideen und Vorstellungen präsentieren.
Ich bin voller Elan, denn ich habe bereits einen Stoff. Vor ein paar Wochen gesehen, schockverliebt und genau für diesen Zweck gekauft.



Dieses reduzierte Kleinod gibt es im Nähkontor und als ich ihn sah und fühlte war mir sofort klar, das ist genau der richtige Stoff für ein Weihnachtskleid. Die Oberfläche ist leicht samtig, die Qualität hochwertig, der Fall schwer und das Muster müsste trotz aller Wildheit auch festlich wirken können. Und das Beste, der Stoff ist etwas elastisch. Da kann ich also auch was Bequemes mit langen Ärmeln nähen. Und / oder ein enges Rockteil.

Da ich aber noch unsicher bin, welchen Schnitt ich nehmen möchte, habe ich mal ausprobiert, welche Silhoutten der Stoff wohl verträgt.
Das Muster hat einen Rapport mit helleren und dunkleren Sellen, da kann man durch eine geschickte Anordnung sicher wunderbare, figurformende Effekte erzielen. Z.B. bei einem schlichten Etuikleid. Denkt euch Ärmel oder ein kurzes Jäckchen aus dem gleichen Stoff dazu:


Aber auch bei einem Kleid mit etwas mehr Weite:

Ich bin noch ganz unsicher. Aber zum Glück nähen wir hier ja gemeinsam. Was denkt ihr?  Habt ihr Ideen oder Schnittvorschläge? Ein klassischer Etuikleidschnitt, um das Muster voll für sich wirken zu lassen? Oder lieber einen raffinierten Schnitt, der dem Muster aber trotzdem nicht die Show stiehlt?

Das Schnittfinden -gerne mit eurer Hilfe- wird jetzt meine Aufgabe bis zum nächsten Treffen am So, 20.11. sein.
Alle Beiträge der anderen Teilnehmerinnen beim virtuellen Weihnachtskleid-Nähkränzchen findet ihr hier auf dem MMM-Blog. Erfahrungsgemäß eine Quelle für eine umfangreiche Erweiterung von to-Sew-Listen.

Mittwoch, 2. November 2016

MMM 21/2016 Elsa mit Schwimmerinnen

Ich zeige euch heute meine neue Bluse, wie ich ich gestern mit einem Kaufrock (etwas zu kurz geworden) und roten Stiefelklassikern kombiniert habe.





Der Schnitt für die lockere Bluse ist "Elsa" aus der LMV La Maison Victor, die hochgeschlossene Bluse:

Hochgeschlossen ist nicht so meins, ich trage alles immer mehr offenherzig.


Obwohl ich mir in dem Outfit irgendwie etwas belanglos vorkomme, trägt sich die lockere Bluse sehr schön.
Was vermutlich an dem weichen, schönen Stoff liegt. "Schwimmerinnen", der heiße Scheiß vom letzten Sommer. Gab es aus verschiedenen Quellen in verschiedenen Qualiäten. Meins ist ein ganz weicher blickdichter Viscoseirgendwas. Grenzwertig beim Nähen bzw. Trennen (Hahaha, das Ärmeleinsetzen!!!), aber herrlich tragbar.


Ein Manko dieser Bluse ist das Aufklappen der verdeckten Knopfleiste, bei dem weichen und gemusterten Stoff ist das vermutlich ein Detail, was vor allem mir selber auffällt. Doch ich interpretiere das als ein Zeichen für subptimale Passform. Zu eng über der Brust? Querzüge unbekannter Herkunft?
Oder doch einfach nur zu weiche Bügeleinlage? Odre funktionert der Schnitt nur in hochegschlossen??? Falls ihr da Ideen habt, bitte her damit.....

Ich könnte den knoplosen Teil der Knopfleiste mit ein paar Stichen befestigen. Aber spannend ist die Frage nach dem warum. Die Bluse ist ja eigentlich weit und locker geschnitten...

Next-level-Passformfragen stellt sich auch Frau crafteln heute auf dem MMM-Blog.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Tücher stricken Teil 4: Glacier Sweep

Über den Sommer hatte ich mir ein dunkelbeerenrotes Tuch gestrickt, dass ich nun fast jeden Tag trage. Das liegt nicht unerheblich an dem herrlichen Material, von dem ich leider nicht mehr weiß, um welche Qualität es sich handelt. Ich hatte mir die Wolle irgendwann -nachdem ich mir Anfang des Jahres schon einen passenden Mantel genäht hatte - nach einem Präsentationstermin in einem edlen Wollgeschäft als Belohnung gegönnt.


Das Muster dieses halbrunden Tuches ist "Glacier Sweep" von Westknits. Mich hatte Sybilles Tuch überzeugt. Das leicht verständliche Stricken mit den verkürzten Reihen hat großen Spaß gemacht.



Ursprünglich wollte ich die größeren Löcher in den Lochreihen vermeiden, die durch die verkürzten Reihen enstehen. Da ich aber keine Bobby Pins für meine übiche Methode beim strickenden Bahnfahren dabei hatte, musste es auch so gehen.


Und da das Tuch so toll ist, stören mich diese unterschiedlich großen Löcher auch überhaupt nicht mehr. Ich mag das Tuch sehr.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

MMM 20/2016 Große Ravenliebe

Einge schöne Exemplare waren schon im Netz und beim MMM zu sehen, hier kommt jetzt auch meine erste Version vom Kleid Raven aus der aktuellen La maison victor Nr.5 (Sept/Okt 2016)


Ich habe einen nur minimal stretchigen, romanitartigen Stoff verwendet. Der fällt nicht so toll, wie der Originalstoff, aber trägt sich sehr bequem und kuschelig.


Das Kleid ließ sich sehr angenehm nähen, lediglich beim Einnähen der Ärmel hatte ich das Gefühl, dass diese etwas verdreht im Armausschnitt drin sitzen würden. Ein Nacharbeiten am Schulterpunkt brachte Besserung. Es ginge aber immer noch besser. Da sind immer noch ein paar überflüssige Falten, wie das aufgehellte Foto ganz gut zeigt.
Aber wenn ein Kleid so bequem ist, werde ich ganz sicher nicht mäkeln.
Und da ich gerade auch noch die Bluse aus der gleichen LMV-Ausgabe nähe und dort denselben Eindruck des verdrehten Ärmels habe, scheinen die LMV Schnitte für mich vielleicht nicht auf Anhieb armkompatibel zu sein.



Ich liebe die tollen Taschen. Dabei handelt sich um eine Art Kängurutasche, die von beiden Seiten benutzbar ist. Auch wenn es niemand sieht, habe ich aus Freude an diesem tollen Detail extraschönes Trachtenfutter genommen - leider unscharf auf dem Foto:


Während meine zweite Ravenversion aus weichfallenderem Wollcrepe "fast" fertig ist, suche ich schon nach winterlichen Ravengeeigneten Stoffen.


Lucy begrüßt uns heute in warmem Strick drüben auf dem MMM-Blog zur einer fast schon winterlichen MMM-Runde. Ich bin gespannt, ob die kalte Jahreszeit in der MMM-Region irgendwo noch nicht angekommen ist......

Mittwoch, 12. Oktober 2016

MMM 19/2016 Ich habe mir ein Jerseykleid genäht.....

...und ich habe doch tatsächlich endlich mal wieder einen ganz neuen Schnitt ausprobiert.


Ein tolles Hemdblusenkleid aus der aktuellen Knip. Also aus der nächsten oder übernächsten oder überübernächsten fashion style.

Ich habe das Oberteil dieses Schnittes genommen. Als Rock der Einfachheit halber einfach meine Hollyburnteile aufgelegt. Ohne Taschen.

Der Stoff war mal ein Verlegenheitskauf an einem Tag, an dem es auf dem Markt nichts, also wirklich NICHTS gab.
Jetzt bin ich sehr froh, dass ich diesen Viscosejersey damals so lustlos mitgenommen habe. Ich fühle mich darin sehr wohl. Das Muster ist lebhaft aber nicht aufdringlich und passt hervorragend zu dem klassischen Schnitt.

Es gibt keine echte Knopfleiste, die unteren Knöpfe sind einfach durch beide Knopfblenden hindurch angenäht, die oberen Knöpfe haben kein Loch-Gegenpart. Knopflöcher sind für mich bei einem Jerseykleid nicht nötig und werden bei dünnem Jersey meist selten wirklich schön, selbst wenn dieser mit Einlage verstärkt wurde.
Gut gefällt mir, dass der Kragen keinen Steg hat, sondern aus Ober- und kürzerem Unterkragen besteht. Das ist für Jersey optimal.

Auch die Ärmelmanschetten sind nur gefaket

Abweichend vom Schnitt habe ich wegen der weißen Stoffrückseite die Knopfblende innen einfach breiter gemacht und bis zu den Schulternähten höher gezogen. Und dieses ganze Teil mit dünner Einlage verstärkt.
Sowie das Taillenband innen gegen Ausleiern mit einem farblich nicht passenden Flutschestretch gedoppelt.



Ich denke, dass dieses Kleid ein Dauerbrenner werden wird. Und ich mit dem Schnitt definitiv noch nicht durch bin.

Auch Katharina, unsere heutige Gastgeberin trägt Knip. Schaut euch die tolle Kombination auf dem MMM-Blog an.

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Ran an die UFOs - Résumé September


Ich bin großer Fan von Yvonets UFO-Aktion und habe dank dieser auch im September wieder erfolgreich ein liegengebliebenes Objekt aus meinem UnFinished Object- aka UFO-Haufen abgebaut.
Und mit diesem vor ein paar Tagen endlich mal wieder Ninusch im wunderschönen Nähkontor besucht und bei der Gelegnehit auch gleich Tragefotos machen lassen.





Dieser Mantel könnte noch als UFO light durchgehen, da Projektbeginn und -kapitulation auf Anfang diesen Jahres datiert werden können. Es handelt sich um das Probeteil für meinen Nina-Kleidermanie-Nachmachemantel nach dem Schnitt 108A aus der Burda 1/2016.


Da der beige Stoff mit den chanelartig eingewebten braunen und grauen Sprenkseln zwar sehr schön aber leider auch etwas locker gewebt und dünn ist, hielt ich es damals im kalten Spätwinter für eine gute Idee, dem Oberstoff durch ein dünnes Steppfutter etwas mehr wärmende und windabweisende Eigenschaften zu verleihen. Vermutlich war das der entscheidende Fehler. Natürlich neben den etwas verdreht eingesetzten Futterärmeln dank nicht oder falsch übertragener Passzeichen.

Ich hatte sogar mal wieder eines meiner Label eingenäht ;((
Der Mantel war mit dem Futter zwar wärmer aber leider auch extrem seltsam, unbequem und hatte trotz in Falte gelegter Mehrweite im Rückenteil Querzüge unbekannter Herkunft an der vorderen Kante. Ich denke, dass die Vliesseite des Steppstoffes mit der locker-flauschigen Oberfläche des Oberstoffes absolut nichts anfangen konnte. Keinerlei Einheit bilden mochte.
Im März nähte ich dann den eigentlichen Mantel aus tollem Webpelz unter Beachtung der Passzeichen und hängte dieses beige Probeteil genervt zur Seite.

Nun gab ich dem Mantel kurz vor der Tonne (haha, hört sich so toll entschlossen an- in echt hätte ich den sicher noch jahrelang aufgehoben) noch eine Chance. Und zwar mit elastischem Futtermaterial. 

Ich fand das Futtermaterial zufällig vor kurzem -ihr vermutet es richitg-  auf dem Maybachufermarkt. Als günstigster Rest hing er an einer Standkonstruktion. Ineinanderveschlungene Heraldikmotive, Schlangen und Pferdegeschirr- mehr geht kaum....Ich musste mich erbarmen und dieses seltsame Kleinod kaufen, weil es bestimmt niemand sonst genommen hätte.


Ich habe also das Streppfutter von den Belegen abgetrennt und durch bunten Flutsch ersetzt. Die Ärmel bestehen aus normalem Futterstoff, das schien mir komfortabler für das An- und Ausziehen.


Meine Motoivation, den Mantel fertig zu nähen, hatte eher was mit UFO-Abbau zu tun, als mit dem Wunsch, diesen Mantel haben zu wollen. Und nun bin ich überrascht, wie gut mir der Mantel gefällt und wie schön er sich trägt.

Ich habe den Flutsch an Saum und der Kante rund um den Schlitz mit Handstichen befestigt:


 Dem Gürtel handgehäkelte Schlaufen aus einem farblich passenden Nähgarnmix geschenkt:


Und schlussendlich auch noch ein paar Kleinigkeiten, wie eine z.B. Verengung des Tascheneingriffs per Handnaht vorgenommen.


Und hier seht ihr das gute Stück nochmal an der Puppe.
in echt ist der Saum nicht schief...

Vielen Dank liebe Yvonet für den Anstoß, diesen Mantel endlich zu beenden. 
Die anderen UFO-Abbauerinnen haben sich im September hier verlinkt